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"Einen sachkundigeren Promoter als Pierre Boulez hätte sich das Scharoun-Ensemble zur Feier seines 25-jährigen Bestehens im Kammermusiksaal der Philharmonie nicht wünschen können. Unter seiner straffen, einsichtsvollen Leitung gelangen exemplarische Aufführungen der Werke von Schönberg, Berg und Webern. Dies wurde bejubelt, und darüber hinaus die Existenz des achtköpfigen Musikensembles, dem sich aus der Gründergeneration nur zwei Musiker erhalten haben. Doch die nachgerückten Instrumentalisten erwiesen sich ihren Vorgängern auf staunenswerte Art ebenbürtig. Die Arbeit im kommenden Vierteljahrhundert ist weiterhin auf höchstem Niveau gesichert. Mehr noch: Innerhalb des Ensembles hat sich ein Streichquartett herausgebildet, das mit den höchstrangigen internationalen Konkurrenten künstlerisch Schritt zu halten versteht. Es spielte die "Fünf Sätze" op.5 von Anton Webern mit unübertrefflichem Werkverständnis und mit gleichwertig instrumentaler Meisterschaft. Daneben klingt die einsätzige, aber vierteilige Kammersymphonie Nr. 1 von Schönberg in ihrer weiten Auffächerung geradezu schwelgerisch. Sie bekrönte als Schlussstück den ungewöhnlichen Konzertabend, in dessen Mitte, schier unübertrefflich, die kanadische Sopranistin Barbara Hannigan die anrührenden "Sieben frühen Lieder" von Alban Berg (in der glücklichen Bearbeitung für Kammerensemble von Reinbert de Leeuw) vortrug: eine Artistin auf dem Hochseil der Singkunst."
Berliner Morgenpost vom 20. April 2008
"Instead, a tireless group of them, the members of the Scharoun Ensemble Berlin, took the opportunity to present a chamber music program at Zankel Hall, which, like most events in this festival, was sold out. To judge from attendance, Berlin in Lights, which ends tomorrow, has been a solid success. The Scharoun Ensemble Berlin, founded in 1983 by members of the Berlin Philharmonic, is named for Hans Scharoun, the architect who designed the acoustically marvelous Berlin Philharmonie, the orchestra's home. The ensemble comprises the standard octet instrumentation: clarinet, horn, bassoon, two violins, viola, cello and double bass. Indeed, the group began its career with an acclaimed performance of Schubert's Octet in F for just those instruments. That remarkable 60-minute, six-movement work has become the group's signature piece: Thursday's program ended with an insightful, elegant and robust performance. The players were mostly young, utterly accomplished and ' a bit of a surprise ' all male."
NY Times, 17. November 2007

